Christoph Gebbing zieht die Parallele: KI-Agenten sind wie Juniorentwickler ohne Rueckgrat. Stimmt - aber der Kern geht tiefer.
Im Januar habe ich ueber die Strickmaschine geschrieben. Drei Typen von Entwicklern, die nicht ueberleben. Die Frage war: Warum gibt es so viele davon?
Hier die Antwort:
Wir mussten skalieren. Businesses brauchten Code. Also haben wir Leute eingestellt, die coden konnten - nicht die sich fuers Produkt begeistern. Deren Deal war klar: "Sag mir was, ich drueck's in Java aus."
Das ist kein Entwickler. Das ist ein Uebersetzer.
Und weil Uebersetzer Infrastruktur brauchen, haben wir eine ganze Industrie drumherum gebaut: Product Owner, Scrum Master, QA, Release Manager, Agile Coaches. Alles Kompensation dafuer, dass die Entwickler das Produkt nicht verstanden haben.
Ich nenne das die Translation Layer Tax.
KI bricht diese Tax auf. Sie braucht keinen PO der Tickets runterbricht - sie exploriert. Keinen Scrum Master - sie hat Guardrails. Keine QA - sie hat Tests.
Was bleibt, wenn die Uebersetzungsschicht wegfaellt?
Im Deutschen gibt es zwei Woerter: Beruf und Berufung.
Beruf ist was auf deiner Steuererklaerung steht. Berufung kommt von "berufen werden." Etwas das dich zieht.
20 Jahre lag der Druck bei allen anderen: "Schreibt bessere Requirements. Brecht die Tickets kleiner." Jetzt flippt er. Die Programmiersprache ist ein Tool, nicht die Definition deiner Arbeit.
Wer das Produkt nicht versteht, hat jetzt ein Problem - egal wie gut der Code ist.
Was davon trifft auf eure Teams zu?
Sebastian Breitzke •
The Translation Layer Tax
#AI#Industry#AIWorkflow#SoftwareDevelopment